Benefiz-Konzert mit Israelischer Blues-Größe Dov Hammer & The Allstars Band im Bauhaus-Museum

Jüdisches Leben als Teil Dessauer Stadtkultur – das war historisch „belastet“ und erscheint auch heute nur schwer unter Normalitätsgesichtspunkten möglich: Die ständige Bewachung jüdischer Einrichtungen führt zu einer Verfestigung  der schwelenden Bedrohungsszenarien mit antisemitischen Motiven. Dabei hat die jüdische Kultur so viel zu bieten. Im Rahmen seiner Europatournee suchte auch der israelische Bluesmusiker DOV HAMMER nach Auftrittsorten – und als Tel Aviver Bürger gibt es eine natürliche Affinität zum Bauhauserbe. Im Kontakt mit dem in Israel sehr bekannten Künstler war schnell der Wunsch zu spüren, einmal in der Stadt auftreten zu können, deren Künstler*innen seiner Heimatstadt die „Weissen Häuser“ geschenkt hat.  Dabei greift der Blues in seiner Musik durchaus die traditionelle Rolle des „Klagelieds des kleinen Mannes“ auf, der um Anerkennung und Verständnis wirbt und sich gegen Rassismus, Unterdrückung und Verfolgung richtet, wie es die schwarzen Urväter des Blues seinerzeit in Amerika erlebten. Musik verbindet, überwindet Vorurteile und lässt Fragen nach Hautfarbe, Religion oder Herkunft im Grundsatz „The Blues is alright…“ verschwinden. „Häufig handeln die Texte von Diskriminierung, Verrat, Verbrechen, Resignation, unerwiderter Liebe, Arbeitslosigkeit, Hunger, finanzieller Not, Heimweh, Einsamkeit und Untreue.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Blues)  

Mit einem Blueskonzert im Foyer des Bauhausmuseums werden also verschiedene Brücken geschlagen: die Vielfalt der Kunst durch eine „neue“ Klangfarbe im neuen Begegnungsort in Dessau-Roßlau, die historische Verbindung der Bauhausgeschichte zwischen Dessau und Tel Aviv, das Erlebnis jüdischer Normalität (DOV HAMMER ist bekennender Jude, der die religiösen Traditionen seines Glaubens lebt und achtet) mitten in der Stadtgesellschaft, das offene Bekenntnis von Nicht-Juden zu interreligiöser Toleranz und Vielfalt ganz im Sinne der Mendelssohn’schen Toleranz., die vorurteilsfreie Begegnung mit dem Judentum.

Das geplante Konzert soll am Mittwoch, den 15. April 2020 um 20 Uhr als Benefizkonzert (mit Eintritt) im Foyer des Bauhausmuseums durchgeführt werden. Über den geplanten Ticketpreis von 15,-- € wird je verkauftem Ticket eine Spende von 5,-- € zugunsten des Neubauprojekts der Jüdischen Gemeinde Dessau e.V. gesammelt. Mit Begleitinformationen zum Neubauprojekt soll die Akzeptanz der Maßnahme gestärkt und ein positives Bild des jüdischen Gemeindewesens vermittelt werden. Weitere Sammel- und Spendenmöglichkeiten werden präsentiert.

Der Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau hat die Schirmherrschaft über die von der Partnerschaft für Demokratie geförderte Veranstaltung übernommen. Als Kooperationspartner und Unterstützer des Projekts konnten neben der Jüdischen Gemeinde Dessau e.V. die Stiftung Bauhaus und die Kurt-Weill-Gesellschaft gewonnen werden. 

 

Dieser Artikel wird stetig aktualisiert.


Service

Eintrittskarten zur Veranstaltung sind hier erhältlich.


Infos / Kontakt

Projektschmiede Dessau e.V.
Saarstraße 13
06846 Dessau-Roßlau

Daniel Kutsche

Telefon 0340 5710 9871
Fax 0340 5710 9872
email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
web www.projektschmiede-dessau.de
facebook https://www.facebook.com/projektschmiededessau
instagr  https://www.instagram.com/projektschmiede_dessau

 

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter!

Themen & Termine

 

Hier geht es zur vormaligen Homepage des LOKALEN AKTIONSPLANS

BEITRÄGE 2007-2014