DRK Sommerfreizeit im Freibad Rodleben

Nach 2 Jahren Unterbrechung öffnete in der Zeit vom 04.08.2019 bis 10.08.2019 das Zeltlager, das ehrenamtlich durch das Jugendrotkreuz organisiert wird, wieder seine Pforten. Es fand wie gewohnt auf dem Gelände des Rodlebener Freibades statt.

Die Teilnehmer*innen erwartete ein buntes Freizeitprogramm. Neben Sport, Spiel und Spaß, gab es erneut auch viel Wissenswertes: In diesem Jahr standen viele Informationen zu den Grundwerten des Roten Kreuzes und seine vielfältigen Aufgaben im Zentrum, ein weiteres Thema war die „Demokratie“ und die „Toleranz“ – aber keine Sorge: Der Spaß kam auch bei diesen ernsteren Themen nicht zu kurz. Neben den erwähnten Programmpunkten erwarteten die knapp 60 Kinder auch noch einige Überraschungen wie der Lagerfeuerauftritt von Astronaut Peter Ghost. Und auch die ausgiebige Nutzung des tollen Freibades ist dabei natürlich nicht zu kurz gekommen.

Die Durchführung des Feriencamps wurde erst durch Fördermittel der Partnerschaft für Demokratie ermöglicht. So konnten sozial verträgliche Teilnehmerbeiträge erreicht werden, wodurch das CAMP KUNTERBUNT für alle Kinder und Jugendliche erschwinglich blieb.

Etwa 20 Betreuer*innen sorgten rein ehrenamtlich für die notwendige Begleitung des Sommercamps. Eine Einsatzbereitschaft, die Campleiter und DRK-Kreisbereitschaftsleiter Michael Koska immer wieder mit Stolz hervorheben konnte.

Im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung betonte Michael Koska die Botschaft der diesjährigen Freizeit: "Jedes Camp, sagt Koska, steht unter einem anderen Motto. In diesem Jahr hat das Camp auch Fördermittel aus dem Programm „Partnerschaft für Demokratie“ erhalten. „Wir sprechen viel über Demokratie“, sagt (...) ein Kind. Ausgrenzung ist ein Negativaspekt von Demokratie, sagt Koska. Doch Ausgrenzung erlebe im Camp keine. „Man merkt, das sind alles Kinder. Sie spielen ohne Probleme miteinander“, egal, ob die Kinder ein Handicap haben, ob sie aus Elternhäusern kommen, die vielleicht nicht so viel Geld haben, oder aus Familien mit ausländischen Wurzeln. „Hass wird erzogen“, sagt Koska. „Das ist nichts, was man von Anfang an hat.“ (Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, 13.08.2019)

Ein weiterer Höhepunkt war auch der Rollstuhlparcours, bei dem die Jugendlichen eigene Erfahrungen mit den Auswirkungen von Behinderung und eingeschränkter Mobilität machen konnten. Und hier wurde es dann auch ganz praktisch: Mit Rollstühlen waren die Kinder und Jugendlichen in Rodleben unterwegs und haben ausprobiert, wie gut oder schlecht die Wege oder Einrichtungen für Rollstuhlnutzer geeignet sind - mit zum Teil überraschenden Erkenntnissen. Die Ergebnisse dieses Selbstversuches wurden ganz zeitgemäß in einer mobilen App gespeichert, die nun hilft rollstuhlgerechte Wege und Orte leichter zu finden. 

Nach einer ereignisreichen Woche hieß es dann Abschied nehmen vom CAMP KUNTERBUNT 2019. Aber nach dem Camp ist auch wieder vor dem Camp. Das CAMP KUNTERBUNT 2020 steht auf jeden Fall schon wieder in den Terminkalendern vieler Kinder und Betreuer*innen.

 


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Ralf Zaizek
Kreisgeschäftsführer
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