Nun sind die Bürger*innen gefragt

Die CHARTA DER TOLERANZ zielt auf ein friedvolles, offenes und respektvolles Zusammenleben. Wichtige Eckpunkte sind das Anknüpfen an der Geschichte der Stadt, die durch die Aufklärung und die Moderne geprägt ist, sowie die Aufforderung, die Menschenwürde zu bewahren, Verantwortung füreinander zu übernehmen und die Lebensqualität aktiv mitzugestalten. Die durch das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE (NGD) gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern für Dessau-Roßlau intensiv erarbeitete Charta der Toleranz kann nun bald von jedermann unterzeichnet werden.

Die Erstellung von Grundsätzen eines guten Zusammenlebens, während der WOCHEN GELEBTER DEMOKRATIE (WGD) 2015 und 2016, deren Motto TOLERANZ war, angeregt und weiterentwickelt, ist nun in mehreren Redaktionsrunden erfolgt. Ein wichtiger Ausgangspunkt für die Charta war es, an der durch Toleranz geprägten Geschichte Anhalts anzuknüpfen. Darauf aufbauend sollten Richtsätze festgeschrieben werden, die die Bedürfnisse der Einwohner der Doppelstadt widerspiegeln. Dafür wurde u. a. im November 2016 eine Postkartenaktion gestartet, an der sich in den folgenden 14 Monaten 850 Menschen beteiligten. Die Aktion belegt, dass ein tolerantes Miteinander tatsächlich als ein wichtiges Thema wahrgenommen wird. Als anstrebenswerte Maxime für die Gemeinschaft nannten die Beteiligten Punkte wie Akzeptanz und Gleichwertigkeit, einen respektvollen Umgang untereinander und Gesprächsbereitschaft sowie ein grundsätzlich friedliches Zusammenleben.

Die Antworten wurden durch Prof. Christian Papilloud, Lehrstuhlinhaber für Soziologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, ausgewertet und sind in der Charta fixiert. Nun wird es darauf ankommen, diese Wertvorstellungen und deren Unverhandelbarkeit in die Öffentlichkeit zu tragen, darüber zu debattieren und sie zu leben.

Die Charta ist neben den Veranstaltungs- und Sendereihen in 2015, 2016 und 2017 sowie der bereits 2016 an den Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau, Peter Kuras, Schirmherr der WGD 2015, überreichten Broschüre „Auf dem Weg zur GELEBTEN TOLERANZ“ ein Ergebnis mehrerer Netzwerk-Projekte. Noch bevor die gesellschaftlichen Entwicklungen mit den Flüchtlingsbewegungen und einer daraus resultierenden Verunsicherung in Teilen der Gesellschaft absehbar waren, hatte sich das Netzwerk im Jahr 2015 für ihren, allen Bürgern offenstehenden, politischen Herbst das Motto „Toleranz“ gewählt und wurde durch die dann folgenden aktuellen Ereignisse bestätigt. Vor diesem Hintergrund verstärkte
das Netzwerk sein Engagement rund um die öffentliche Debatte über die gesellschaftlichen Werte, um einen tragfähigen Konsens im Gemeinschaftsleben zu erzielen. Denn Toleranz ist die Voraussetzung für ein dauerhaft gutes, gemeinsam gestaltetes Zusammenleben unterschiedlicher Ansichten, Lebensformen und Kulturen.

Die Veranstaltungsreihen 2015 und 2016 wurden in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt und in Trägerschaft des Offenen Kanal Dessau bzw. des KIEZ e. V. realisiert. Sie wurden durch die Partnerschaft für Demokratie Dessau-Roßlau gefördert sowie von vielen Partnern und Bürgern getragen.

 Quelle: Medieninformation des Offenen Kanal Dessau vom 22.04.2018


 

SERVICE

Den finalen Text der CHARTA DER TOLERANZ mit Formular zur Unterzeichnung finden Sie hier ...
 
Es besteht auch die Möglichkeit, die CHARTA DER TOLERANZ online zu unterzeichnen. Besuchen Sie die Website www.charta-der-toleranz.de  

 


 

INFOS UND KONTAKT

Offener Kanal Dessau 
Edith Strasburger & Ina Kitzing
Poststraße 6 
06844 Dessau-Roßlau
Telefon: 0340 - 220 8530
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Internet: www.ok-dessau.de

PARTNERSCHAFT FÜR DEMOKRATIE Dessau-Roßlau
Externe Fach- und Koordinierungsstelle
Ralf Zaizek (Freier Mitarbeiter)
Schlachthofstraße 25
06844 Dessau-Roßlau
Telefon: 0340 520 980 27
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Internet: www.partnerschaft-fuer-demokratie.de

 

 

 

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