Nun sind die Bürger*innen gefragt

Die CHARTA DER TOLERANZ zielt auf ein friedvolles, offenes und respektvolles Zusammenleben. Wichtige Eckpunkte sind das Anknüpfen an der Geschichte der Stadt, die durch die Aufklärung und die Moderne geprägt ist, sowie die Aufforderung, die Menschenwürde zu bewahren, Verantwortung füreinander zu übernehmen und die Lebensqualität aktiv mitzugestalten.

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Regelmäßig weisen wir Sie auf unsere Veranstaltungen, Aktivitäten und Neuigkeiten hin und laden Sie zur Teilnahme ein. Mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) der Europäischen Union treten am 25. Mai 2018 neue Vorschriften zur Verarbeitung personenbezogener Daten in Kraft, die sich auch auf die gemeinnützige Vereinsarbeit des Alternativen Jugendzentrum e.V. Dessau als Träger der  Externen Koordinierungsstelle der PARTNERSCHAFT FÜR DEMOKRATIE der Stadt Dessau-Roßlau auswirken. Um Ihnen fortan weiterhin unseren Newsletter sowie Hinweise und Einladungen zu Veranstaltungen und Aktivitäten  zusenden zu können, benötigen wir daher Ihr Einverständnis.

Starkes Zeichen für Toleranz und Vielfalt zum Ende des „Beatclub“

„Volles Haus!“ meldeten die Veranstalter kurz vor Weihnachten, am 22.12.2017 im „Beatclub“ Dessau. Das Festival „Love Christmas – Hate Facism“ vereinte einmal mehr 4 lokale Bands, die ihre musikalischen Wurzeln auch in Dessau haben (Arctic Island, Storyteller, Reach The Surface, A Shade Higher) und einen Gast-Act mit den Hafensaengers unter dem Dach der Kult-Kulturstätte, dieein bewusstes, deutliches Zeichen für Toleranz und Vielfalt setzen wollten.

Dessau-Roßlau erinnert mit Veranstaltungsreihe an den nationalsozialistischen Völkermord

Auch wenn der Titel der Veranstaltung etwas sperrig klingt: „Dessau-Roßlau erinnert an den nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma“ trifft es nun mal ganz genau – und selten konnte direkter, persönlicher und privater das nahezu vergessene Leid einer ganzen Bevölkerungsgruppe dargestellt werden.
Nach mühevoller gemeinsamer Recherche der Dessauerin Jana Müller (AJZ e.V. Dessau) und der Historikerin Prof. Eve Rosenhaft (Universität Liverpool) konnte am 25.01.2018 in der Dessauer Johanniskirche eine beeindruckende Ausstellung eröffnet werden. Hierbei gibt es einen besonderen, vielfach unbekannten Bezug nach Dessau-Roßlau: „Zwischen 1932 und 1939 fertigte der in Roßlau lebende Fotojournalist Hanns Weltzel ca. 200 Fotografen von Sinti und Roma, an. Diese einzigartige Fotosammlung befindet sich heute im Bestand der Universität Liverpool. Ein großer Teil dieser Fotografen wird nun zum ersten Mal in einer Wanderausstellung, die die Verfolgungswege der Portraitierten und ihrer Familien dokumentiert, gezeigt.“ (Veranstaltungsankündigung)

Ausstellung und Veranstaltungsreihe

Anfang Januar 1938 verfügte die Geheime Staatspolizei ein Aufenthaltsverbot für „Zigeuner“ in Dessau-Roßlau und ganz Anhalt. Infolge wurden mehrere Sintifamilien, die im Triftweg und in der Mittelfeldstraße in Roßlau lebten, in das „Zigeunerlager am Holzweg“ in Magdeburg gezwungen. Fünf Jahre später, Anfang März 1943, erfolgte die  Deportation derjenigen aus Magdeburg, die bis dahin noch nicht in Konzentrationslager verschleppt worden waren, nach Auschwitz. Die Mehrheit der mitteldeutschen Sinti und Roma fiel dem nationalsozialistischen Völkermord zum Opfer. Mit einer Veranstaltungsreihe möchten die Stadt Dessau-Roßlau und das Alternative Jugendzentrum e.V. Dessau an diese Männer, Frauen und Kinder erinnern und ihrer gedenken.

 

Videodokumentation im Offenen Kanal Dessau veröffentlicht

Die 8. Netzwerkkonferenz am 18.11.2017 im Bauhaus Dessau ist Geschichte. Die zahlreichen Teilnehmer/-innen aus allen Bereichen ehrenamtlichen Engagements sind voller Ideen und Anregungen nach Hause gegangen. Der Offene Kanal in Dessau hat auch in diesem Jahr wieder die wesentlichen Beiträge der Konferenz abgefilmt und in eine interessanten Video zusammengefasst, das nun auch ausgestrahlt wurde. Nun ist der gesamte Beitrag auch bei YouTube online abrufbar - sehen Sie den Beitrag hier.

 

Umfassende Dokumentation zur Demokratiekonferenz am 16. November, in Bitterfeld-Wolfen erschienen

Am 16. November 2017 fand im Rathaus der Stadt Bitterfeld-Wolfen die gemeinsame Demokratiekonferenz der PARTNERSCHAFT FÜR DEMOKRATIE DER STADT BITTERFELD-WOLFEN „Stadt mit Courage leben!“ und PARTNERSCHAFT FÜR DEMOKRATIE DER STADT DESSAU-ROSSLAU statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Erfahrungstransfer benachbarter Kommunen zu den Handlungsfeldern Demokratieförderung, Rechtsextremismusprävention, Willkommenskultur, Bürgerbeteiligung oder Soziales Miteinander.

Gewalt ist keine Lösung - das JFZ in Roßlau geht neue Wege

In der Lebenswelt Jugendlicher spielen verschiedene Faktoren zur Intoleranz anderen Menschen gegenüber eine Rolle. In der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, welche den Jugendklub „Platte 15“ in Roßlau besuchen, wurde deutlich, dass diese täglich Erfahrungen mit Frust, Provokation und Verachtung auf Grund von Behinderungen, Herkunft oder Neigung machen.

Um den Umgang mit diesen Faktoren zu lernen ist es wichtig, die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufzuklären und einen adäquaten Abbau dieser Verhaltensmuster zu ermöglichen. Der Abbau, aufgestauter Frustration oder „Nicht-Wissens“ kann unter anderem dazu beitragen Vorurteile gegenüber Menschen mit Benachteiligungen entgegen zu wirken und zum Aufbau von Toleranz, Verständnis und Akzeptanz führen.

Ein Konzert für Toleranz und Vielfalt am 22.12.2017 ab 19:00 Uhr

Der Förderverein Junger Musiker e.V.  Dessau will seit seiner Gründung im Jahre 2001 vor allem eins:  durch kulturelle Angebote, Konzerte und Workshops in der Jugendkultur der Stadt Dessau-Roßlau und der näheren Umgebung eine nichtrechte Hegemonie etablieren. Nur wenn, insbesondere Jugendlichen, eine attraktive (sub) kulturelle Alternative zu dumpfen Stammtischparolen geboten wird, so die Maxime des Vereins, können rassistische und fremdenfeindliche Tendenzen wirksam bekämpft werden. In dieser Grundhaltung hat der Verein als Veranstalter des jährlichen „This Is Ska“-Festivals sogar schon im Jahr 2000 den Slogan „Love music – hate facism“ kreiert und etabliert.

Ab sofort können Anträge für den AKTIONS- UND INITIATIVFONDS im Förderjahr 2018 eingereicht werden

Die PARTNERSCHAFT FÜR DEMOKRATIE der Stadt Dessau-Roßlau ruft im Rahmen des Bundesprogramms DEMOKRATIE LEBEN! im Förderjahr 2018 dazu auf, Anträge für den AKTIONS- UND INITIATIVFONDS einzureichen. Anträge können demnach ab sofort eingereicht werden. Die Förderung kann nur vorbehaltlich einer entsprechenden Zuwendung durch das Bundesprogramm an die Stadt Dessau-Roßlau erfolgen. Zudem entscheidet der zuständige Begleitausschuss frühestens im Januar 2018 über die Förderfähigkeit der eingereichten Projekte.  

Engagierten Vereine, Initiativen und Bildungsträger der Doppelstadt an Elbe und Mulde können ihre kreativen und innovativen nun an die Externe Fach- und Koordinierungsstelle senden. Geeignete Anträge die Ihren Projektschwerpunkt im Bereich der Rechtsextremismusprävention- und Intervention ansiedeln, werden bevorzugt berücksichtigt.    

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Themen & Termine

Bürgerforum Mitreden über Europa in Halle (Saale)

Freitag, 2. Februar 2018, 17 Uhr im Festsaal des Stadthauses (Marktplatz 2, 06108 Halle (Saale))

Mehr dazu hier...

 

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BEITRÄGE 2007-2014